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Interessengemeinschaft pro Rotwild und für starke Hegegemeinschaften

Christian Goebel | 01.10.2015 | Aktuelle Beiträge HG Th. Wald, Aktuelles |

Hegegemeinschaften gründen Interessengemeinschaft

Die Hegegemeinschaft Osterzgebirge hat mit den anderen Hegegemeinschaften Erzgebirge (Marienberg u.a.), Tharandter Wald und Oberes Vogtland die „Interessengemeinschaft südsächsischer Hegegemeinschaften“ gegründet. Darüber informierte Carsten Geißler vom Vorstand der Hegegemeinschaft. Die Jäger haben sich zusammengeschlossen, um über die Grenzen ihrer Reviere hinaus die Hege und die Jagd zu organisieren und sich fachlich auszutauschen.

Der größere Zusammenschluss vom Osterzgebirge bis zum Vogtland hat nun das Ziel, den Austausch unter den Vorständen der Hegegemeinschaften zu verbessern und gegenüber dem Staatsministerium die Interessen der Jäger besser zu vertreten. Es gibt beispielsweise bei den Rotwildbeständen Diskussionen, wie viele Tiere in einem Gebiet leben sollen. Der Forst will deren Zahl extrem gering halten, um damit Wildschäden im Forst zu verringern. Die Jäger der Hegegemeinschaften wollen eine Lebensraumbonitur, um festzustellen, welche Anzahl Tiere ein Habitat trägt. darüber hinaus fordern sie wissenschaftlich verifizierbare Untersuchungen der tatsächlich in der Population lebenden Zahl der Tiere.

Die Gründung einer Interessengemeinschaft erfolgt auch, um die Kernforderungen, die sich in den letzten Jahren aus neuem LJG und Verordnungen hierzu ergeben haben, konsequent im Ministerium und der Politik mit einer Stimme darzustellen:

  • die schwache Rechtsstellung der Hegegemeinschaften
  • die fehlende Pflichtmitgliedschaft in bestehenden Hegegemeinschaften
  • die fehlende Verbindlichkeit von Empfehlungen der HGs gegenüber Behörden und gegenüber Sachsenforst
  • die fehlende Notwendigkeit von Einvernehmlichkeit bei der Erstellung von Abschussplänen.

Dies sind -vorerst- die Kernforderungen an die Politik und Verwaltung, damit wenigstens die bestehenden und funktionierenden Hegegemeinschaften ihre Arbeit, die nach der Verordnung zum LJG definiert ist, überhaupt effektiv durchführen können.

Lehnt man sich an die Forderungen der Deutschen Wildtier Stiftung zu Hegegemeinschaften in Deutschland an, ist das vorliegende Gesetzes- und Verordnungswerk in Sachsen absolut mit “mangelhaft” zu bewerten.

Carsten Geißler

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